Traveling the Queen Charlotte Sound part 1

Hey folks und kia ora,

Nach geschlagenen 7 Tagen ohne Blogupdate melde ich mich dann auch mal wieder.
Ich habe einiges zu berichten, was unmöglich innerhalb eines Eintrages zusammengefasst werden könnte.
Deswegen werde ich jedem Tag unseres abendteuerlichen trips einen seperaten Eintrag widmen und vorraussichtlich die nächsten Tage pro Tag einen veröffentlichen.

Marius und ich musste dann, nachdem ich am 3. Oktober meinen letzten Blogeintrag verfasst und noch etwas mit meiner Mutter Neuigkeiten ausgetauscht hatte, erstmal unsere Vorräte aufstocken und meinen Van so einrichten/umräumen, dass wir beide keine logistischen Probleme haben würden.
Danach ging es dann nach Picton, einem kleinen Ort im Norden der Südinsel von dem aus die einzige Fähre nach Wellington, also zur Nordinsel, übersetzt.
Dort haben wir uns dann im i-SITE, dem neuseeländischen Infocenter, über kayaking und tramping trips informiert. Die haben uns dann an Steve, einen sehr coolen und hilfsbereiten Besitzer eines Kayaking Verleihs, weitergeleitet, mit dem wir dann alles nötige regeln mussten.
Man brauchte Pässe für 12$, damit man den track bewandern durfte, der teilweise auf Privatbesitz lag. Dazu natürlich auch gebuchte Nächte auf den verschiedenen campsites. Auf dem kayaking und auch 2/3 des tramping tracks waren nämlich nur Campingplätze und keine Hostels, wie wir ursprünglich gedacht hatte. Dazu kamen dann noch ein portabler Gaskocher und ein Zelt, da wir keine 9kg Gasflasche mit uns rumschleppen konnten und kein Zelt besaßen, für jeweils 15$ pro Tag.
Das Kayak kostete uns 120$ pro Person für 3 Tage.
Der Trip bestand aus ca. 40km via Kayak über den Queen Charlotte Sound, also einem Fjord des Pazifiks, und weiteren 71km auf Wanderpfaden entlang der Küstenseite der Berge des Queen Charlotte Sound's.
Das einzige was Steve dazu sagte war: "Easy man, easy!" Ich kann euch nur eins sagen, es war alles andere als "easy". Körperlich auf jeden Fall die tougheste Zeit meines Lebens! :-D
Aber starten wir erstmal wo alles begann.

Unser Boot war niegelnagelneu, gerade erst für ~6500$ von Steve erworben und demnach, sozusagen, eine Jungfrau. Was für eine Ääääähre!
"Sie" war ein Doppelkayak mit ordentlich Stauraum und wir hatten die Möglichkeit ihr sogar einen Namen zu geben. Um ehrlich zu sein, hatten wir jedoch wenig Kraft um uns auch noch Gedanken über einen englischen (maritimen) Namen für ein gelbes Kayak Gedanken zu machen. Also blieb das Kayak auch nach unserem trip namelos.

Back to topic...Da der Tag schon zu weit fortgeschritten war und wir auch noch einige Dinge zu kaufen hatten, war der Beginn unseres kleinen adventures auf nächsten Tag, also den 4. Oktober verschoben worden.
Nachdem wir alles nötige eingekauft hatten, ging es dann nach Whatamanga Bay, einem kleinen aber sehr schönen Campingplatz für günstig Geld (6$ pro Nase) 25min entfernt von Picton. Auf dem Weg dorthin legten wir noch einen kleinen Zwischenstop am Karaka Point, der einen schöne Ausblick bot, ein.

Karaka-Point-10
Hier der nette Ausblick vom oberen Ende des Karaka Points. Wenn man dem Weg folgt, der am Rande der Klippe nach links abbiegt, kommt man zu einem kleinen Strand wo wir die ersten Qualle hier in Neuseeland zu gesicht bekamen. Tausende sollten folgen...

Karaka-Point-15
Hier mal "endlich wieder" nen Foto von mir am besagten Strand (mit dem gute alten Marius im Hintergrund). Styler! ;-)

Whatamanga-Bay-Campsite-2
Hier das morgendliche Frühstück. Es gab Eier mit Zwiebeln und Champignons. Ein letzter Luxus den wir uns gönnten, bevor es dann ab in die Wildnis gehen sollte.

Whatamanga-Bay-Campsite-5
War auf jeden Fall ganz nett in der Umgebung, zu einer Zeit wo sich die umliegenenden Berge noch nicht vollständig aus dem Morgendunst geschält hatten, aufzuwachen.

Es ging dann recht zügig, nach dem leckeren Frühstück, Richtung Kayakverleih in Picton wo wir dann nur das nötigste für 6 Tage Natur pur und Vorräte für 3 Tage kayaking, in den Stauraum des Kayaks, einpackten bzw. stopften. Alles natürlich vorzugsweise in wasserdichten Säcken.
Weitere "frische" Vorräte sollten dann per Water Taxi zum Ship Cove, dem Punkt wo wir Kayak gegen Wanderschuhe tauschen würde, geliefert werden.

http://img808.imageshack.us/i/trackmapwithroute.jpg

Dies war unsere geplante Route. Die fette rote Linie war unsere Kayakroute, die fette schwarze Linie war die Wanderroute mit schwerem Gepäck, die fette gelbe Linie war unsere Wanderroute mit leichten Gepäck und (Achtung spoiler) die dünne gelbe Linie die Strecke des tracks, die wir nicht mehr geschafft haben. Die schwarz umrandeten brauen Punkte waren Zwischenstops an Land um zu lunchen, oder wie im Falle vom Blumine Island, einen track auf der Insel zu bewandern. Die schwarz umrandeteten roten Punkte waren unsere campsites wo wir übernachteten.

Laut Steve hatten wir uns eine gute Zeit ausgesucht, da die 3 Tage auf dem Meer recht ruhig und ohne Wind verstreichen sollten und selbst danach, während der 3 Tage Wandern, kein schlechtes Wetter zu erwarten war.
Da wir, wie immer, schon wieder spät dran waren (es war schon wieder 11 Uhr) fuhr uns Steve kurzerhand ein Stück weiter Richtung Waikawa Bay und ersparte uns somit eine gute Stunde Paddeln, die wir sonst, vom Hafen von Picton aus, hätten bestreiten müssen.

Es ging dann also, nach einer halbstündigen Einweisung in das Bedienen des Kayaks und das Verhalten im Falle von Kentern oder Ähnlichem, endlich los entlang der Landzunge bis zu dessen Spitze, genannt "The Snout", von wo aus wir Richtung Allports Island übersetzten. Dort etwas unnötig einmal fast um die ganze Insel paddelten, da wir nach dem besten Strand zum lunchen Ausschau hielten, um dann doch wieder ein gutes Stück zum zweiten Strand (es gab nur zwei, nahe beieinander :-P ) zurückzumüssen.

Allports-Island-Lunch-day-1-2
Es gab Reis mit Huhn in Sahne und grünem Spargel, natürlich alles aus der Dose (außer der Reis) und mit sowenig Huhn, dass es schon fast unmoralisch war, es überhaupt auf die Dose zu schreiben. :-D

Danach ging es dann ein gutes Stück über den Ozean zum Golden Point, wo wir entkräftet eine kurze Rast auf dem Wasser einlegten und ich Zeit fand, ein Video von uns im Kayak zu machen.
Das findet ihr hier: http://uploaded.to/file/45y07b

Die Wellen waren schon nicht ohne und wir hatten bereits ein gutes Stück hinter uns gelassen und waren schon einige Stunden unterwegs. Die Stimmung, besonders meine, sank immer weiter, da der längst ersehnte Campingplatz nicht näher zu kommen schien.
Irgendwann endich ging es dann auch um eine Biegung hinter der die Ruakaka Bay auf uns wartete. Noch in der Biegung konnten wir zu unserer Freude eine Robbe auf einem Fels entdecken, die die letzten Sonnenstrahlen zu genießen schien.
Dies und natürlich der, sich jetzt auch in Sichtweite befindende, Rastplatz gaben uns Kraft für einen letzten Endspurt. Nach einigen harten Zügen setzten wir zum ersten mal Fuß auf eine Campsite im Queen Charlotte Sound.

Es war schon recht spät und wir hatten vllt noch gute 2 Stunden bis es dunkel wurde. Die nassen Klamotten vom Leib gerissen und am nächst besten Baum aufgehängt, dass Zelt von Marius aufgebaut und das Essen von mir zubereitet und von uns beiden verzehrt, ging es uns dann auch schon etwas besser.

Wir wurden während des dinners dann auch vom ersten Tier "attackiert" bzw. bestohlen. Von einem Vogel, den ich seitdem nur "Kleptomanenvogel" nenne, da er und auch seine Kollegen überall entlang des Queen Charlotte Sounds versuchen, die Wanderer irgendwelcher Gegenstände zu berauben und sie entweder zu essen, oder zum Nestbau zu benutzen. So erschien es mir zumindest. Lustiges Erlebnis, dass ich durch Zufall sogar auf Video habe.

Die letzten Strahlen der Sonne genossen wir dann bei einem kühlen Bier und einem kleinen (meinem letzten) splif. Die Müdigkeit kam dann schnell über uns und wir gingen zügig zu Bett. Naja was heißt Bett. Wir hatten nur zwei dünne Schaumstoffmatten und der Boden war hart. Marius weckte mich dann nach nur einer knappen Stunde unruhigen Schlafes und hielt mich an zu lauschen. Irgendwelche komischen Geräusche von Tieren die versuchten unsere Mülltüte zu knacken waren zu hören. Long story short, wir wurden quasi die halbe Nacht von Opossums belästigt, die die Essensreste in der Mülltüte gewittert hatten und nun verzweifelt versuchten an diese zu gelangen. Andauerndes Rumgelaufe, Gefauche, Geklapper von den Dosen im Müll, Stolpern über unsere Zeltschnüre und zwischenzeiltiches Rammen unserers Zeltes ließ uns kaum zur Ruhe kommen. Wirklich unheimlich und einige Personen hätten sich bestimmt in die Hose gemacht. Wir natürlich nicht. ;-) Teilweise war mein Puls auch auf 180 um ehrlich zu sein.

Ratimera-Bay-Campsite-day-1-12
Am nächsten Morgen der lange Strand vom Ratimera Bay, so ca. gegen 8 Uhr.

Ratimera-Bay-Campsite-day-1-19
Unser Lager.

Ratimera-Campsite-day-1-20
Der müde Marius beim Frühstück.

Nach unserer ersten ziemlich unbefriedigten Nacht ging es dann nach 2 Stunden Essen, Waschen und Lager Abbauen und im Kayak Verstauen wieder weiter Richtung Blumine Island, unserer zweiten campsite. Fortsetzung folgt...


Stay true and keep on truckin'!

Belushi
mamushel - 11. Okt, 23:40

was drauf steht muss nicht drin sein

naja, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen !! (Huhn auf /aus der der Dose, aber nicht in derselben)
Dennoch klasse das du dich freiwillig diesen Strapazen stellst. Respekt, anspruchsvolle Tour !
Weiter so, wir sind gespannt auf deine nächsten Berichte :-))
Eigentlich hört es sich mein Geschreibsel eher ironisch an, ist es aber nicht. Das meine ich wirklich !
Bis die Nächte ................

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