Die letzten Aktivitäten kurz vor der Rückkehr ins Stadtleben

Hey folks und kia ora,

wie angekündigt wollten wir uns in Punakaiki, einem kleinen Dorf entlang der Küstenstraße der Westküste die berühmten "Blow Holes" und "Pancake Rocks" angucken.
Da diese Attraktionen bei Höchstand der Tide (8:30 am nächsten Morgen) am beeindruckensten sein sollten, hatten wir geplant in Punakaiki freedom zu campen (was natürlich illegal, aber umsonst ist) und danach wieder 30km zurück nach Charleston zu fahren um dort dann um 11:30 an der Höhlenbesichtigung mit anschließendem Höhlenrafting von Underwater Adventures teilzunehmen.

Wir waren natürlich so schlau, dass wir in der letzten größeren Stadt (>1000 Einwohner) nur 13l nachgetankt hatten da der Preis stolze 11 Cent über Normalpreis lag und wir dachten es würde innerhalb der nächsten 150km ne billigere Tanke geben. Kurz vor Charleston dann das Schild "Keine Tankstelle für die nächsten 110km". Es wurde also knapp.

Kurz zur Orientierung:
Westport (überteurte Tankstelle)->25km->Charleston->30km->Punakaiki->50km->Greymouth (größere Stadt mit hoffentlich normalen Preisen für Benzin)

Wir hätten also im Normalfall die Strecke Westport->Punakaiki->Charleston->Greymouth und somit ca. 135km gefahren. Geplant hatten wir mit 150km. Sollte also knapp werden, aber machbar sein.
Long story short wir waren dann also letztendlich in Punakaiki und hatten uns, nach etwas Rumfahrerei, in der Ecke vom i-site Parkplatz für die Nacht bereit gemacht.
Überall waren natürlich die Parkplätze vollgepflastert mit Schildern die sagten "Kein Langzeitparken oder Übernachten".
Aber Nachts um 10 wird wohl keiner mehr rumfahren und nachgucken...Ha falsch gedacht! Um 22:30 Uhr fährt erst ein Auto (wohl so eine Art Späher) auf den Parkplatz und wartet da, 10min später kommt nen zweites Auto und ne Frau steigt aus und klopft ans Fenster.
Sie hat uns dann total angekeift, von wegen dass wir doch wohl wissen würden das es ne 400$ (WTF!!!) Strafe für freedom camping entlang des Buller River Bezirks gibt und wir da schleunigst abhauen und uns irgendwo in der Stadt einbuchen sollten. Einfach von grundauf total unfreundlich, obwohl wir ihr nichts getan hatten.
Wir dann also schleunigst da weg und die Straße Richtung Greymouth weiter auf der Suche nach nem bessern Platz eher am Strand. Dann gerade was gefunden, da biegt der Späher in die Straße ein und fährt zu uns, hält kurz an (um wohl Bescheid zu sagen) und fährt weiter.

Wir dann natürlich schnellstmöglich wieder in Richtung Charleston, wo uns dann auch wieder das Auto der unfreundlichen Frau entgegen kam. What a surprise! :-P

Wir sind dann erstmal über ne halbe Stunde rumgegurkt und ich war echt schon nen bissel angefressen, weil ich langsam müde wurde.
Letzte Chance für uns war dann ein Backpacker Hostel, wo wir nachfragten ob es vllt möglich wäre gegen ein kleines Entgeld auf dem Parkplatz zu schlafen.
Der Besitzer war zum Glück um 11 Uhr noch wach. Leider erlaubte uns jedoch nur, dass wir für 27$ pro Nase dort im Hostel übernachten konnte. Als wir dann sofort verneinten wurde er aggressiv und meinte das wir sofort abhauen sollten und falls wir hier bleiben und seine Anlagen nutzen würden, wäre es Hausfriedensbruch. Ich hab dann einfach nur gelacht und bin mit Marius abgehaun. Wir saßen dann im Auto und der Penner kommt uns doch glatt im Regen hinterher und schreibt sich mein Nummernschild auf. ich wäre gerne raus und hätte dem häßlichen Vogel eine gegeben.
Überall waren die Leute bisher nett, außer in dieser Stadt. Ausnahmen bestätigen die Regel! :-/ Ich war zu dem Zeitpunkt auf 300.

Wir mussten dann also im strömenden Regen und starkem Wind komplett zurück nach Charleston um dann dort freedom zu campen. Konnten dann endlich kurz nach Mitternacht pennen. Zum Glück hatte ich mich während der Fahrt wieder etwas beruhigen können.

Am nächsten Morgen dann halbwegs ausgeruht diese Höhlenbesichtigung gemacht.
Erst gings in ne Hütte wo wir uns in die Raftingausrüstung reinzwängen mussten, danach folgte eine kurze Fahrt im Kleinbus und eine etwas längere Fahrt in einer kleinen Lock mit dem Namen Dorothy.
Wir trafen dann am Ende der Lockfahrt unsere Führerin die uns die folgenden 2 Stunden durch ein Kalkstein Höhlensystem mit unzzähligen Stalagmiten und Stalagtiten führte. Das Highlight des trips war ein Raft (leider nur 20min lang) auf einem Fluss, der im Höhlensystem begann und am Anfangspunkt unserer Reise endete.
Der Raft war, auf Grund des schnell fließenden Flusses, zwar kurz, jedoch führten die ersten Meter im Wasser im Dunkeln unter einer Höhlendecke hindurch, an der unzählige Glühwürmchen hingen. Einfach atemberaubend! Kann man nicht anders beschreiben.
Die Felsformationen bzw. Tropfsteingebilde innerhalb der Höhle waren auch sehr schön und während einer kurzen Pause hatten wir sogar die Möglichkeit für ca. eine Minute mit abgeschaltetetn Lampen die völlige Dunkelheit und Stille einer Höhle tief unter Tage zu genießen.
Auch ein wirklich bewegender Moment. Man sieht die eigene Hand nicht vor den Augen und hört nichts außer einem leisen Tropfen von Wasser hier und da um einen herum.

starting-in-train-Dorothy
Die kleine Lock und unser erstes Gruppenfoto. Links Christian und Julia (aus Deutschland), Mitte die beiden Füchse, Rechts Vici und Jonny (aus Spanien).

in-the-caves-1
Einzelfoto zwischen Tropfsteinen.

in-the-caves-5
Der Beginn des Rafts im arschkalten Wasser.

Glow-Worms
Ein kleiner Tei von der Autobahn aus Glühwürmern, die sich uns über unzählige Meter präsentierte und dem ein oder anderen mehrfach ein "Wow!" entlockte.

Es war wirklich top und die 165$ wert!

Nach dem Ausflug gings dann, über Punakaiki wo wir kurz lunchten und uns die Pancake Rocks anguckten, nach Greymouth. Dort wild campten wir eine Nacht lang, da das i-site schon geschlossen war und wir keine Ahnung hatten wo es ne kostenlose campsite gab.

Punakaiki-Pancake-Rocks-2
Die See war auf Grund der starken Regenfälle der letzten Tage wirklich extrem unruhig und aufgewühlt. Ein netter Anblick wie die Wellen an den Felsen der Küste brachen.
Es ähnelte teilweise dem Geräusch einer Sprengung.

Punakaiki-Pancake-Rocks-5
Die berühmten Pancake Rocks, so genannt auf Grund ihrer bizarren vielschichtigen Form.


Am zweiten Tag dann in Greymotuh zum i-site und die Info bekommen, dass unsere billigste Option, neben dem stressigen freedom campen, ein Backpackers Hostel war, das "Neptune's", welches für 14$ die Anlagen zur Verfügung stellte, solange man auf dem Parkplatz im Van schlief.
Es gab einen kostenlosen Poolbillardtisch, kostenloses WLAN, gute Sanitäre Anlagen und kostenlosen Tee und Kaffe, sowie Restbestände einer Bäckerei in der Nähe kostenlos zum Abendessen und sogar ne Wärmflasche für die Nacht. Für 14$ pro Person einfach les nütz!
Dort buchten wir uns also ein und gingen am Ende des Tages mit 2 Holländern die naheliegende "Monteith's" Brauerei besichtigen. Für 18$/Person hatten wir eine 45 minütige Führung durch eine leere Brauerei (die Angestellten hatten Feierabend) und danach noch eine Verköstigung mit 7 verschiedenen Montieth's Biersorten und ihrem "berühmten" Apple Cider, einer Art Sekt.
Eigentlich ganz nett aber nicht deeeer Hammer.^^
Danach dann noch ne günstige Pizza mit den Holländern verputzt und den Abend damit verbracht, nen Kartenspiel (Family Fluxx) zu spielen. Alles in Allem ein vergnüglicher Abend.

Am nächsten Tag gings dann, auch bedingt auf Grund des schlechten Wetters, direkt nach Christchurch. Die Strecke dauerte knappe 4 Stunden und führte uns über den Arthur's Pass. Den höchstgelegensten Pass der Südalpen Neuseelands mit stolzen 920m am höchsten Punkt der Straße. Die Umgebung die sich einem mit ihren zum Großteil noch ordentlich verschneiten unzähligen Gipfeln darbot war einfach mal wieder nur geil. Unglaubliche Weiten im hoch gelegenen Tal zwischen den vielen Bergen, komplett abgeschiermt von der Außenwelt.

Arthur-s-Pass-11
Very very nice!

Arthur-s-Pass-13
Caste Hill, die beste Bouldering (eine Klettervariante von engl. boulder=Felsbrocken) location Neuseelands und vllt sogar der ganzen Welt.

Jetzt sind wir wieder in meiner alten flat hier in Christchurch, direkt neben dem jailhouse. Hier teile ich mir jetzt mit Marius für 75$/Woche pro Person nen Doppelzimmer mit Schreibtisch, wo ich die nächsten 2 Wochen wieder arbeiten werde. Auch Marius guckt sich jetzt die nächsten Tage nach Jobs um und entscheidet dann je nach Aktienlage^^ ob er mit mir nach Queenstown fährt oder nicht.

Back in civilization, homes!


Stay true and keep on truckin'!

Belushi

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