Mittwoch, 13. Oktober 2010

Traveling the Queen Charlotte Sound part 3

Hey folks und kia ora,

das Meer war stürmisch, die Wellen hoch, die Arme schlapp, weit und breit kein Strand in Sicht wo man pausieren konnte, alles war nass. Die Füße juckten auf Grund der unzähligen sandflie Stiche und das Ziel wollte und wollte nicht näher kommen. Aber wir kämpften uns Minute für Minute weiter und erreichten endlich die Bucht von Ship Cove, wo James Cook zum ersten Mal Fuß auf Neuseeland setzte.
Nur irgendwie sahen wir nur einen Strand und dort befand sich kein großer weißer Betonklotz, wie Steve uns beschrieben hatte. Naja egal erstmal an Land gehen und schauen ob hier irgendwas ist. Natürlich war dem nicht so und außer einem großen Bach der in das Meer mündete, gab es auch nichts zu sehen. Nach kurzer Rast und nochmaliger Überprüfung, ob wir denn auch wirklich richtig waren ging es dann mit kräftigen Zügen um die letzte Biegung, hinter der dann auch endlich Ship Cove zum vorschein kam. Fröstelnd aber glücklich, diese Leistung vollbracht zu haben, gingen wir an Land und wurden gleich 2 mal von Wellen, die einiges an Algen und anderem brauenem Kram ins Boot spülten, getroffen.
Super! Auf den letzten Metern dann nochmal richtig das Kayak verdreckt...:-(

on-the-go-13
Kurz vor unserem kleinen Missgeschick beim "Anlegen".

Ship-Cove-day-3-2
Die Anlegestelle...dort mussten wir das Kayak, glücklicherweise schon geleert, am Ende hintragen.

Zum Glück kam dann endlich auch die Sonne raus und wir konnten unsere nassen Sachen trocknen.
Das Water Taxi sollte mit frischer Verpflegung ca. 2h später kommen und im Austausch unser Kayak zurück nach Picton zu Steve bringen.
Die Zeit verbrachten wir mit Kochen, Backpacks Packen und ich für meinen Teil auch mit dem Jagen eines Kleptomanenvogels, der unseren Küchenschwamm geklaut hatte. Marius saß nur ganz locker zwischen unseren Sachen und hatte nicht im Ansatz gesehen, dass sich dieser Vogel an unseren Sachen bediente.
Touristen waren auch schon auf der Insel und picknickten, mein kleiner Sprint hinter dem Vogel her und mein lautes Gebrülle sorgten für einige erheiterte Gesichter, dass kann ich euch Sagen. Diese Mistviecher! :-D

Nachdem wir dann den Austausch mit dem Water Taxi vollzogen hatten, war es Zeit etwas die Umgebung zu erkungen. Es gab einige touristische "Attraktionen" zu besichtigen.

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Die Toiletten würde ich zwar nicht als Attraktion bezeichnen, jedoch wurden sie selbst vom Watertaxifahrer, wie ich später aufschnappen konnte, auf Grund ihres Designs, an Touristen empfohlen.
Auf einigen Blättern an der Wand waren Karten abgebildet, die James Cook persönlich hatte erstellen lassen.

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Das Denkmal, der weiße Betonklotz, zu Ehren Cap. Cooks. Nich so der Hammer aber auf der anderen Seite gabs nen paar interessante Tafeln mit Wissenswertem zu betrachten.

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Ein 10-15min walk brachte uns zu diesem ersten Wasserfall auf unserem Weg. Nicht riesig aber auf jeden Fall ein paar Posen wert. ;-)

Danach gings dann aber auch, mit all unserem Gepäck, Richtung nächster campsite, da Campen am Ship Cove verboten war. 1,5h walk standen uns bevor. Aber Steve hatte ja gesagt: "Easy man, easy!"

Es ging dann quasi 45° steil bergauf! Ich will garnicht wissen wieviel kg wir zusätzlich zu unserem Körpergewicht zu bewältigen hatten, aber ich denke das die Backpacks zwischen 10-15kg, die kleine Tasche wohl so ca. 5kg und die große Tasche an die 20kg wogen.
Als wir die Spitze erreicht hatten, wo sich ein Ausblickspunkt befand, stöhnte sogar Marius (ein bisschen), was bei einem so harten Kerl schon was zu bedeuten hat. :-D
Das war die Hölle und körperlich mussten wir beide an unsere Grenzen gehen. Meine Schulterverspannungen wurden dadurch natürlich auch nicht gerade besser und am Ende des Tages hatte ich echt extreme Schmerzen (beim Massieren meines Nackens und der Schultern) und leichte Kopfschmerzen. Marius war auch ziemlich platt. Gut ging es uns wahrlich nicht mehr.

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Ein letzter schöner Ausblick auf Ship Cove, bevors richtig zur Sache ging.

on-the-QC-track-1
Marius voll beladen mit der großen Tasche.

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So gings quasi bis zum lookout die ganze Zeit, wobei dieser Teil noch recht human vom Untergrund her ist. Lehmige steinige Wege übersäht mit Wurzeln waren auch gerne gesehen.

Hier ein Video vom Ausblickspunkt: http://uploaded.to/file/atrt60

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Vorm Campingplatz dann auch nochmal ein kleines Hindernis für alle die noch etwas Kraft hatten. Bitte danke! :-S

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Ausblick Nähe des Zeltes, vom Schoolhouse Bay, unserem Campingplatz, aus.

School-House-Bay-Campsite-day-4-2
Unser Zelt hatten wir dann unter einem Baum aufgeschlagen (falls es regnen sollte) und waren nach dem Essen wie tot auf die harte Matte gefallen. Deswegen ist das Zelt auf dem Foto auch schon halb abgebaut, da ich erst am nächsten Tag Kraft für Fotos hatte.

Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, da wir um 9:30 Uhr an einem Anlegesteg 25min entfernt vom Campingplatz sein mussten, um dort unser Gepäck zur nächsten campsite via Water Taxi bringen zu lassen.Gefrühstückt, ENDLICH die Haare und den Oberkörper unter dem eiskalten Wasser des vorhandenen Wasserhahns gewaschen und dann eingepackt und gemerkt, dass wir schon wieder 25min zu spät dran waren.
Es hieß also rennen, da wir auf keinen Fall das Taxi verpassen und somit die vor uns liegenden 5 Stunden Wandermarsch mit unserem Gepäck vollziehen konnten.
Fortsetzung folgt...


Stay true and keep on truckin'!

Belushi

Traveling the Queen Charlotte Sound part 2

Hey folks und kia ora,

am zweiten Tag waren wir non stop mit strahlendem Sonnenschein gesegnet. Der Weg war nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang. Einzig und alleine die Überquerung des Meeres von der Küste zum Blumine Island war, da die Wellen teilweise recht stark waren und uns volle Breitseite gaben, "zumindest für mich" (laut Marius) sehr anstrengend. Ich war sowieso eigentlich der einzige von uns beiden der die ganze Zeit jammerte und Verspannungen im Schulterbereich hatte. Marius war zwar auch alle und hatte Muskelkater, aber hielt sich was das Jammern anging doch sehr zurück. Ich saß natürlich vorne, von daher weiß ich nicht wieviele heimliche Pausen sich der Marius gegönnt hat. Wer weiß, vllt hat er ja nur Alibipaddeln begangen, während ich vorne gegen die Wellen ankämpfte. x-D Naja Spaß beiseite, wir waren, glaube ich, beide recht froh als wir nach einigen Stunden im Kayak endlich die vom Wind geschützte Bucht von Blumine Island erreichten und kurz danach unser Kayak auch schon auf dem Sand des Strandes, wo unsere campsite lag, auflief.

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Das übliche Programm (Lager aufschlagen, lunchhen und etwas niedergelassen) hinter uns, hatten wir dann sogar noch Zeit einen track auf der Insel zu bewandern, der etwas Abseits gelegen und nur mit dem Boot zu erreichen war.

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Man erkennt zwar nicht viel, aber achtet bitte auf die Socken. Das nenne ich mal fesch! :-D Immerhin sorgt man so dafür, dass die sandflies etwas weniger Angriffsfläche für ihre unglaublich nervigen Stiche haben.

Die Insel wurde im II. Weltkrieg von den Amis als Bastion benutzt um Japan von der Eroberung Neuseelands abzuhalten. Ich glaube diese Gefahr ging gegen 0 und ich schätze, die dort stationierten Truppen haben die Zeit sehr genoßen. ;-)

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Mehrere Bunker oder was auch immer das sein soll, waren auf der Insel verteilt.

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Ganz oben auf der Insel, zu erreichen durch massive steile und lange Steintreppen, gab es dann jede Menge Steinfundamente zu sehen. Entweder Standen hier mal Hütten aus Holz und dergleichen, oder es waren dort die Geschütze aufgebaut. Vllt auch einfach beides...Zumindest gab es Anzeichen von Toiletten und sogar eine Badewanne.

Es wurde dann immer später und wir mussten uns beeilen, rechtzeitig wieder im camp zu sein, da wir auf dem Weg dorthin noch etwas fischen wollten. Das Fischen war recht einfach. Die richtige Stelle hatten wir schon auf dem Hinweg zum track gefunden, als Köder einfach Miesmuscheln geknackt und auf unsere Haken an unseren top Angeln^^ (Stock mit Nylonangelschnur, Haken und Gewicht) gespießt und ab gings. Die Fische bissen zwar an, jedoch war es unmöglich sie irgendwie zu fangen, da sie die weichen Muscheln vom Haken lutschten und nicht wirklich den Haken schlucken mussten.

Etwas deprimiert paddelten wir dann nach ca. 45min des Fischens zum Camp zurück. Aßen dann leider doch wieder nur Dosenfutter und gingen zu Bett. Schlau wie wir sind, wurde diesmal ALLES im Kayak oder Zelt verstaut, sodass wir Hoffnungen hatten, eine Nacht ohne Opossums verbringen zu können.
Der Kleptomanenvogel war natürlich stehts von der Party und man musste immer ein Auge haben, dass er sich nicht irgendetwas unter den Nagel, oder besser gesagt, Schnabel riss.

Die Nacht war hart, was den Boden angeblangte, aber ruhig, sodass wir wieder etwas Kraft für den letzten Teil unserer Reise im Kayak tanken konnten.
Als ich jedoch die Zeltwand zur Seite schlug und zum ersten mal nach draußen blickte ahnte ich schon Böses. Der Himmel war Wolkenverzogen und es war kalt. Unsere Kleidung war immernoch vom Vortag etwas naß. Die Kälte war wieder deutlich zu spüren, obwohl wir eigentlich schon unsere Kälte Immunität herausposaunt hatten, nachdem wir am Vortag mit eiskaltem Wasser eine Katzenwäsche vollzogen und diese ohne Kältegefühl hinter uns gebracht hatten. Zu früh gefreut, ohne Sonne ist es einfach in Neuseeland im Frühling immernoch ziemlich frisch!

Blumine-Island-day-3-1

Also eingepackt, rein in die klammen Sachen und raus aufs Meer Richtung Ship Cove. Let's have some fun!
Fortsetzung folgt...


Stay true and keep on truckin'!

Belushi

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